Schlüsselprojekte

Mit unse­ren Schlüsselprojekten benen­nen wir kon­krete Vorhaben, mit denen wir in den kom­men­den Jahren unsere Stadt vor­an­brin­gen wol­len. Sie ste­hen bei­spiel­haft für unsere Ideen für eine nach­hal­ti­gere Stadtentwicklung und eine zukunfts­fä­hi­ges, sozia­les, kli­ma­freund­li­ches und öko­lo­gi­sches Weimar.

Schlüsselprojekt Für ein pestizidfreies Weimar

Das Insekten- und Vogelsterben macht auch vor Weimars Toren nicht Halt. Schuld daran sind aus­ge­räumte Ackerflächen und die Ausbringung von „Pflanzenschutzmitteln“. Im Stadtrat konn­ten wir bereits durch­set­zen, dass das Pestizid Glyphosat nicht mehr auf städ­ti­schen Flächen und von städ­ti­schen Tochtergesellschaften ein­ge­setzt wird. Dieses Verbot muss jetzt auf wei­tere Pestizide aus­ge­wei­tet wer­den. Auch auf land­wirt­schaft­li­chen Flächen, die der Stadt gehö­ren, und auf dem Gelände der Gedenkstätte Buchenwald sol­len zukünf­tig keine Pestizide mehr ver­wen­det wer­den. Um Boden und Wasser zu scho­nen, sol­len auch Vorgaben für die Nutzung von Düngemitteln gemacht wer­den, die sich am Ökolandbau ori­en­tie­ren. Auslaufende Pachtverträge müs­sen dem­entspre­chend ange­passt und mit öko­lo­gi­schen Auflagen ver­se­hen wer­den, wie z. B. dem Anlegen von Blühstreifen und einem Gentechnikverbot. Zusammen mit dem Kleingartenverband muss auch für die Kleingärten ein gang­ba­rer Weg gefun­den wer­den.

im Kapitel: Wir Alle für Weimar – Ernst machen mit Nachhaltigkeit und Klimaschutz

Schlüsselprojekt Insektenfreundliches Weimar

Ein insek­ten- und ins­be­son­dere bie­nen­freund­li­ches Weimar braucht viele Ansatzpunkte. An aus­ge­wähl­ten Stellen muss dafür das Gras wach­sen dür­fen und nur wenige Male im Jahr gemäht wer­den. Zusätzlich ange­legte Blumenwiesen ver­schö­nern nicht nur das Stadtbild, son­dern auch Insekten nut­zen sie – so kön­nen Beete in städ­ti­schen Grünanlagen, die aus Kostengründen sai­so­nal nicht gärt­ne­risch bepflanzt wer­den kön­nen, als Wildblumenwiesen oder Wildstaudenbeete ange­legt wer­den. Stadtweit ange­pflanzte Kräuter und bie­nen­freund­li­che Stauden leis­ten einen wei­te­ren Beitrag. Werden dane­ben noch Insektenhotels auf­ge­stellt, kön­nen die Bienen und andere Bestäuber kom­men! Außerdem set­zen wir uns für die Begrünung von Dächern und Fassaden bei pri­va­ten Bauvorhaben und 1/3 aller geeig­ne­ten städ­ti­schen Gebäude, die jähr­li­che Förderung der Anbringung von Nisthilfen an öffent­li­chen Gebäuden mit 5.000 Euro sowie die Umstellung aller Schulgärten auf Biogartenbau bis 2023 ein.

im Kapitel: Wir Alle für Weimar – Ernst machen mit Nachhaltigkeit und Klimaschutz

Schlüsselprojekt Stadtwerke zurück in Weimars Hand

Unsere Stadtwerke hin­ken hin­ter­her bei Investitionen in Erneuerbare Energien. Viele der vor 20 Jahren errich­te­ten Anlagen fal­len bald aus der Förderung, gleich­zei­tig ist die Errichtung neuer Sonnenstromanlagen so güns­tig wie nie. „Unsere“ Stadtwerke sind aber lei­der nicht wirk­lich „unsere“: Einen Großteil der Anteile besit­zen andere Investor*innen, Weimar ver­fügt nur über ein begrenz­tes Stimmrecht. Dadurch wer­den wich­tige Umstrukturierungen wie die Investition in Erneuerbare Energien gebremst. Wir Bündnisgrünen set­zen uns daher dafür ein, die Entscheidungsmehrheit über die Stadtwerke zurück­zu­kau­fen – und sie so zukunfts­fä­hi­ger auf­zu­stel­len.

im Kapitel: Wir Alle für Weimar – Ernst machen mit Nachhaltigkeit und Klimaschutz

Schlüsselprojekt Klimaschutz muss Chefsache werden!

Wie wich­tig das Thema Klimaschutz ist, muss sich auch in der Verwaltungsstruktur wider­spie­geln: Die Arbeit des*der Klimaschutzbeauftragten muss drin­gend ver­ste­tigt und auf­ge­wer­tet wer­den. Wir wol­len, dass Klimaschutz Chefsache wird und dafür die Stelle eines*r Klimaschutzbeauftragten dau­er­haft beim Oberbürgermeister ver­an­kert wird. Jede Stadtratsvorlage muss außer­dem bereits im Vorfeld auf Klimarelevanz und Energieeffizienz geprüft und gege­be­nen­falls ange­passt wer­den.

im Kapitel: Wir Alle für Weimar – Ernst machen mit Nachhaltigkeit und Klimaschutz

Schlüsselprojekt Eine attraktive Museumsmeile für Weimar

Die Verbindung zwi­schen Sophienstiftsplatz und dem Jorge-Semprun-Platz soll zu Weimars „Museumsmeile“ wer­den. Dazu wol­len wir die Heinrich-Heine-Straße, den Goetheplatz und die Karl-Liebknecht-Straße in geeig­ne­ter Form ver­kehrs­be­ru­hi­gen. Ziel ist es, die­sen bis­her eher ver­nach­läs­sig­ten Teil der Innenstadt für Fußgänger*innen anspre­chen­der zu gestal­ten. Dies dient auch anlie­gen­den Geschäften, Dienstleistungen sowie Gastronomieangeboten und führt zu Neuansiedlungen.

im Kapitel: Sicher und gleichberechtigt – Moderne Mobilität für Weimar

Schlüsselprojekt Vorfahrt und Sichtbarkeit für den Radverkehr

Fahrradfahren ist neben zu Fuß gehen die sinn­vollste Fortbewegung auf kur­zen Strecken – in Weimar also fast immer. Sicher und ent­spannt fah­ren wir aber nur, wenn genü­gend Platz zur Verfügung steht. Bisher wer­den die Fahrradfahrer*innen meist auf stück­hafte Radwege und schmale Schutzstreifen ver­bannt. Das wol­len wir ändern: Wo es mög­lich ist, sol­len Hauptrouten über Fahrradstraßen geführt wer­den, auf denen Fahrräder Vorfahrt vor ande­ren Verkehrsteilnehmer*innen haben. In Begleitung von Hauptstraßen brau­chen sie – wo es der Platz zulässt – voll­wer­tige und gut sicht­bare Radwege. Das Mindestmaß sind farb­lich mar­kierte Schutzstreifen sowie die deut­li­che farb­li­che Hervorhebung von kreu­zen­den Radwegen. Da Schutzstreifen für Radfahrer*innen aber bei­spiels­weise beim Abbiegen oder auf­grund der meist zu gerin­gen Breite zusätz­li­che Gefahren ber­gen, sind sie kein Ersatz zu ech­ter Radinfrastruktur und soll­ten nur Mittel der Wahl sein, wenn die bau­li­che Umgebung es nicht anders zulässt.

im Kapitel: Sicher und gleichberechtigt – Moderne Mobilität für Weimar

Schlüsselprojekt Eine Mobilitätsgarantie für Weimars Ortsteile

Die Bewohner*innen der Ortsteile brau­chen eine Mobilitätsgarantie. Von 5 bis 22 Uhr sol­len sie min­des­tens ein­mal stünd­lich per ÖPNV in die Stadt oder nach Hause gelan­gen kön­nen. In den Nachtzeiten wol­len wir die Fortschritte in der Digitalisierung nut­zen: Kleinbusse ver­keh­ren auf Routen, die aus den ein­ge­hen­den Beförderungswünschen der Bürger*innen auto­ma­tisch erstellt wer­den. Sie sor­gen für einen schnel­len und effi­zi­en­ten Transport auch bei schwa­cher Nachfrage. Erfahrungen aus ent­spre­chen­den deutsch­land­wei­ten Pilotprojekten wol­len wir für Weimar nutz­bar machen.

im Kapitel: Sicher und gleichberechtigt – Moderne Mobilität für Weimar

Schlüsselprojekt Willkommen in Weimar-Nord!

Die Eingangssituation in den Ortsteil Weimar-Nord ist beson­ders unvor­teil­haft für den Fuß- und Radverkehr. Wir wol­len die lieb­lose Gestaltung der Straßen- und Fußwege von der Bahnunterführung bis zur Bonhoefferstraße schnell ändern. Rund um den geplan­ten Gedenkort Viehauktionshalle soll das Stadtquartier eine neue Aufenthaltsqualität erhal­ten und die Kernstadt sowie Weimar-West leich­ter und bar­rie­re­freier erreich­bar machen. Dazu for­dern wir zur Sicherung einer öffent­li­chen Durchwegung für den Fuß- und Radverkehr einen Bebauungsplan west­lich der Ettersburger Straße und nörd­lich der Bahn sowie zur Verbesserung des Fuß- und Radverkehrs und zur Lärmminderung die Sanierung der Marcel-Paul-Straße unter Reduzierung der Fahrbahnbreiten.

im Kapitel: Nachhaltig und verbindend – Stadtentwicklung und Wohnen in Weimar

Schlüsselprojekt Neue Maßstäbe setzen – Mehr alternatives Wohnen in Weimar

Alternative Wohnformen berei­chern mit ihrer gro­ßen Vielfalt den Weimarer Wohnungsmarkt. Gemeinschaftlichem, genera­tio­nen­über­grei­fen­dem und res­sour­cen­spa­ren­dem Wohnen gehört aus unse­rer Sicht die Zukunft. Beispiel von den der­zeit 14 Wohnprojekten kön­nen die Ro70, das Baumhausprojekt, die Feuerwache oder die alter­na­ti­ven Wohnprojekte in Ehringsdorf sein. Sie set­zen neue Maßstäbe bei finan­zi­el­len, gestal­te­risch-städ­te­bau­li­chen und ener­ge­tisch öko­lo­gi­schen Aspekten. Und auch für die soziale Durchmischung von Vierteln und Wohnblöcken kön­nen sie einen gro­ßen Beitrag leis­ten. Solche alter­na­ti­ven und krea­ti­ven Ansätze soll­ten künf­tig auch bei Sanierungen von grö­ße­ren Wohnblöcken eine Rolle spie­len. So kön­nen Freiräume für Mitbestimmung und Gestaltung durch die Nutzer*innen geschaf­fen wer­den.

im Kapitel: Nachhaltig und verbindend – Stadtentwicklung und Wohnen in Weimar

Schlüsselprojekt Öffentliche Räume mit Aufenthaltsqualität – Mehr Grün für Weimar

Der öffent­li­che Raum muss grü­ner wer­den – zu lange schon sind Investitionen in die Aufenthaltsqualität zu kurz gekom­men. Das wol­len wir ändern und Mittel im Haushalt dafür zur Verfügung stel­len. Nach dem Beispiel der „ess­ba­ren Stadt“ gehö­ren dazu auch Beete und Hochbeete. Grünflächen, Bänke und Bäume sind nicht nur prä­gend für den „Park, in wel­chem eine Stadt liegt“, son­dern ver­bes­sern auch Aufenthaltsqualität und Stadtklima an geeig­ne­ten Straßenkreuzungen und -ecken. Begrünte Baumscheiben, die von Anwohner*innen gepflegt wer­den, machen die Wohnquartiere schö­ner und per­sön­li­cher. Wir wol­len daher eine feste Summe in jedem Haushalt für die Herrichtung und Ausstattung sol­cher klei­nen öffent­li­chen Räume ver­an­kern. Einen wei­te­ren Betrag wol­len wir ver­wen­den für die Unterstützung von Bürger*innenpatenschaften für begrünte Straßenränder, Baumscheiben oder auch die Pflege unse­rer Bachränder, beglei­tet von einer Informationskampagne für Eigentümer*innen von geeig­ne­ten pri­va­ten Orten, etwa auf Gewerbeflächen.

im Kapitel: Nachhaltig und verbindend – Stadtentwicklung und Wohnen in Weimar

Schlüsselprojekt Die Stadt als Vorbild – Nachhaltige Vergabe

Bereits mit der Beschaffung von Waren und Dienstleistungen durch die Stadt muss Weimar sei­ner Vorbildrolle gerecht wer­den – regio­nal, sozial, fair und öko­lo­gisch pro­du­ziert müs­sen die wesent­li­chen Kriterien wer­den. Wir set­zen uns für die bevor­zugte Auftragsvergabe an sol­che Firmen ein, die faire Arbeitsbedingungen für ihre Arbeitnehmer*innen, ange­mes­sene Löhne sowie eine nach­weis­lich öko­lo­gisch ori­en­tierte und sozi­al­ver­träg­li­che Produktionsweise, auch bei ihren Lieferant*innen, garan­tie­ren. Dazu sol­len die Vorgaben des Vergaberechts voll aus­ge­schöpft wer­den. Das glei­che gilt auch für städ­ti­sche Subventionsempfänger*innen.

im Kapitel: Potentiale nutzen und Nachhaltigkeit fördern – Wirtschaft und Finanzen in Weimar

Schlüsselprojekt Das Handwerk stärken

Wir wol­len Wachstum und Neugründung von loka­len Handwerksbetrieben als Beitrag für die regio­nale Wertschöpfung för­dern. Regionale Angebote und Dienstleistungen ermög­li­chen kür­zere Transportwege, zei­gen grö­ßere Verantwortung für die Region und haben ein höhe­res Bindungspotenzial für Verbraucher*innen. Dazu gehört auch die Stärkung bestehen­der Handwerksbetriebe durch gute Ausbildungsangebote zur Nachwuchsgewinnung, die Sicherung bzw. Einbindung in regio­nale Handelsstrukturen sowie Kooperations- und Nachfolgeprogramme.

im Kapitel: Potentiale nutzen und Nachhaltigkeit fördern – Wirtschaft und Finanzen in Weimar

Schlüsselprojekt Ein Konzept für die Kreativwirtschaft

Die Kultur- und Kreativwirtschaft hat sowohl durch die Hochschulen als auch durch den regen Kulturbetrieb in Weimar ein gro­ßes Potential. Deshalb wol­len BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN das schon lange von uns gefor­derte Konzept zur Entwicklung der Kreativwirtschaft in Weimar vor­an­brin­gen, um beson­ders inno­va­tive junge Unternehmen ziel­ge­rich­tet zu för­dern und ihre Abwanderung zu ver­hin­dern.

im Kapitel: Potentiale nutzen und Nachhaltigkeit fördern – Wirtschaft und Finanzen in Weimar

Schlüsselprojekt Mehr Rechte für die Ortsteilräte

Demokratie lebt vom Vertrauen der Bürger*innen in ihre Repräsentant*innen, Institutionen und Entscheidungsprozesse. BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN ste­hen für einen zen­tra­len Aspekt der Demokratie in der Kommune: für eine hohe Transparenz des Verwaltungshandelns und eine Informationsdurchlässigkeit in allen gewähl­ten Gremien. Dazu zäh­len auch die Erweiterung von Mitspracherechten und Kompetenzen der Ortsteilräte, z. B. die Einführung des Antragsrechts sowie eine aus­rei­chende Ausstattung mit finan­zi­el­len Mitteln für das Ortsteilbürgermeister*innenbüro und Möglichkeiten kos­ten­lo­ser Fortbildungen in Kommunalrecht und -poli­tik.

im Kapitel: Weltoffen, tolerant und freiheitsliebend – Mehr Bürger*innenbeteiligung für Weimar

Schlüsselprojekt Bürger*innenschaftliches Engagement fördern

Für uns Grüne ist das gut gelin­gende Miteinander von Politik, Verwaltung und Bürger*innenschaft ein Grundsatz geleb­ter Demokratie. Dazu brau­chen wir in Weimar viel­fäl­tige Möglichkeiten der Einbeziehung, der Mitbestimmung und Mitwirkung aller Einwohner*innen, unab­hän­gig von Geschlecht, Herkunft oder Gesundheitsstatus. Durch die Vielzahl von ehren­amt­li­chen Initiativen ver­fügt unsere Stadt bereits über ein rie­si­ges Potenzial an Eigenverantwortung und Selbstorganisation. Unter oft hohem per­sön­li­chem Einsatz machen diese Gruppen, Vereine, Bündnisse und Stiftungen Weimar unver­wech­sel­bar und sind für den gesell­schaft­li­chen Zusammenhalt unver­zicht­bar. Daher for­dern BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN die Einrichtung einer Koordinierungsstelle „Ehrenamt“ in der Stadtverwaltung Weimar. Diese schafft einen Überblick über Angebote und Nachfrage, ver­mit­telt und berät.

im Kapitel: Weltoffen, tolerant und freiheitsliebend – Mehr Bürger*innenbeteiligung für Weimar

Schlüsselprojekt Glaubwürdige Gleichstellung

Frauenquote, Lohngerechtigkeit, Vereinbarkeit von Familie und Beruf – das sind Forderungen von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, die vor Weimar nicht Halt machen dür­fen. Und auch die Situation von Menschen, die sich nicht in die Kategorien der Zwei-Geschlechter-Welt ein­ord­nen las­sen, ist deut­lich ver­bes­se­rungs­wür­dig – dazu gehört, sen­si­bel und initia­tiv mit ihren Problemlagen umzu­ge­hen. BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN set­zen sich gegen Diskriminierungen aller Art ein. Wir erwar­ten von der Verwaltung und den Gremien der Stadt, tra­dierte Rollenbilder im Verwaltungsalltag zu ent­lar­ven, sie nach­hal­tig durch geeig­nete Maßnahmen zu ver­än­dern und Weimar glaub­haft zu einer geschlech­ter­ge­rech­ten Stadt zu ent­wi­ckeln. Daher set­zen sich BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN für die bes­sere finan­zi­elle Ausstattung der Gleichstellungsbeauftragten ein. Wir for­dern über­dies einen Aktionsplan zur EU-Charta „Gleichstellung von Frauen und Männern auf loka­ler Ebene”.

im Kapitel: Weltoffen, tolerant und freiheitsliebend – Mehr Bürger*innenbeteiligung für Weimar

Schlüsselprojekt Das Bildungsleitbild muss endlich kommen

Seit 2014 ver­trös­ten Stadtspitze und Schulverwaltungsamt die Bürger*innen immer wie­der: Doch das längst beschlos­sene Bildungsleitbild für Weimar soll nun end­lich mög­lichst par­ti­zi­pa­tiv und basis­de­mo­kra­tisch erar­bei­tet, dis­ku­tiert und ver­öf­fent­licht wer­den. Die Stadt will es zunächst in den Gremien der Kommunalen Präventionskette erar­bei­ten las­sen. Wir wer­den dar­auf ach­ten, dass es im Anschluss von allen bil­dungs­in­ter­es­sier­ten Menschen in der größt­mög­li­chen Breite dis­ku­tiert und schließ­lich vom Stadtrat beschlos­sen wer­den wird.

im Kapitel: Digital und analog vernetzt – Bildungslandschaft Weimar

Schlüsselprojekt Mehr Computer in die Lehrerzimmer

Im Zuge der gesell­schaft­li­chen Debatte über die Herausforderungen der ver­netz­ten und digi­ta­li­sier­ten Welt liegt der Fokus zu sehr auf den Endgeräten in den Schulklassen. Doch auch die Lehrer*innen benö­ti­gen mehr PCs, Laptops oder Tablets, um Lehrmaterialien für die Schüler*innen erar­bei­ten und bereit­stel­len zu kön­nen, Zeugnisse und Elternbriefe zu schrei­ben sowie auch Unterrichtsvorbereitungen in Freistunden vor­neh­men zu kön­nen. Hier sind wir als Schulträgerin in der Pflicht.

im Kapitel: Digital und analog vernetzt – Bildungslandschaft Weimar

Schlüsselprojekt Fonds für Nachhaltigkeit an Schulen

Dieser kom­mu­nale Fonds soll den Einsatz von Schulen für Nachhaltigkeit, z. B. durch Mülltrennung und -ver­mei­dung oder das Recycling von Verbrauchsmaterialien, Energieeinsparungen und ähn­li­ches, finan­zi­ell beloh­nen und wür­di­gen. Aus den Mitteln des Fonds sol­len öko­lo­gisch wert­volle Projekte an Schulen prä­miert und geför­dert wer­den. Die Kriterien wer­den gemein­sam mit den Schulen und Akteur*innen der Umweltverbände wie z. B. GRÜNE LIGA oder dem Thüringer Ökoherz e. V. erar­bei­tet.

im Kapitel: Digital und analog vernetzt – Bildungslandschaft Weimar

Schlüsselprojekt Schulische Vernetzung Oberweimar-Ehrungsdorf

Der Ortsteil Oberweimar-Ehringsdorf hat fünf Schulstandorte. Wir möch­ten, dass hier bei­spiel­haft zwi­schen den staat­li­chen und freien Schulen gemein­same infra­struk­tu­relle und schu­li­sche Kooperationen ins Leben geru­fen wer­den. Schulgelände und -gebäude sol­len sich stär­ker zum Ortsteil öff­nen, sei es durch Möglichkeiten der Freiflächen- und Gebäudenutzung, gemein­same Aktivitäten und Feste und/oder koor­di­nierte Lobbyarbeit für die Verbesserung der Schulwegsicherheit.

im Kapitel: Digital und analog vernetzt – Bildungslandschaft Weimar

Schlüsselprojekt Sanierung der Musikschule „Johann Nepomuk Hummel“

Die viel­fäl­ti­gen posi­ti­ven Einflüsse musi­scher Bildung auf Kinder und Jugendliche wer­den gern über­se­hen. Dem wol­len wir ent­ge­gen­wir­ken. Eine Sanierung unse­rer gro­ßen Musikschule mit ihren vier­stel­li­gen Nutzer*innenzahlen ist lange über­fäl­lig. Wir wol­len mit­hilfe von Fördermitteln nicht nur das Dach neu ein­de­cken, son­dern sowohl die ener­ge­ti­sche als auch die ästhe­tisch-räum­li­che und akus­ti­sche Sanierung vor­an­trei­ben, um die Bedingungen für einen qua­li­ta­tiv hoch­wer­ti­gen Unterricht zu ver­bes­sern.

im Kapitel: Vielfalt fördern – Kulturstadt Weimar

Schlüsselprojekt Für eine Aufwertung des Stadtmuseums Weimar

Weimars Geschichte hat noch mehr zu bie­ten als Goethe und Bauhaus. Das zeigt das Stadtmuseum Weimar mit sei­nen her­vor­ra­gen­den his­to­ri­schen, stets gegen­warts­be­zo­ge­nen Ausstellungen. Es muss daher finan­zi­ell und per­so­nell ertüch­tigt wer­den, um eine kon­zep­tio­nelle Weiterentwicklung zu ermög­li­chen, die ange­mes­sen auf die Entwicklungen in sei­nem Umfeld ant­wor­tet und eine inhalt­li­che Klammer zur gesam­ten Geschichte Weimars bil­den kann.

im Kapitel: Vielfalt fördern – Kulturstadt Weimar

Schlüsselprojekt Nutzungs- und Sanierungskonzept für das „mon ami“

Als freier Raum für offene Projekte spielt das Jugend- und Kulturzentrum „mon ami“ eine zen­trale Rolle in der freien Kulturszene unse­rer Stadt. Eine umfas­sende Analyse soll die unter­schied­li­chen Bedarfe fest­stel­len und auf die­ser Basis ein Sanierungskonzept ermög­li­chen, wel­ches mög­lichst vie­len der der­zei­ti­gen Nutzer*innen dien­lich ist und – zur bes­se­ren Auslastung – auch neue anspricht.

im Kapitel: Vielfalt fördern – Kulturstadt Weimar

Schlüsselprojekt Eintrittsfreier Sonntag für Weimars Bürger*innen

Die Weimarer Bürger*innen ken­nen oft die eige­nen Museen nicht. Deshalb set­zen wir uns für den kos­ten­lo­sen Museumsbesuch für die Weimarer*innen an Sonntagen ein. Beginnen wol­len wir mit den städ­ti­schen Häusern wie dem Stadtmuseum und der Kunsthalle „Harry Graf Kessler“ mit dem Ziel, dass auch die Klassik Stiftung Weimar sich dem guten Beispiel anschließt.

im Kapitel: Vielfalt fördern – Kulturstadt Weimar

Schlüsselprojekt Ausweitung des Weimarpass-Angebots

Der Weimarpass als kos­ten­güns­tige Möglichkeit, an den kul­tu­rel­len Angeboten der Stadt teil­zu­ha­ben, soll gestärkt wer­den. Wir erwar­ten von den gro­ßen kul­tu­rel­len Einrichtungen, dass sie begrenzte Platzangebote gebüh­ren­frei zur Verfügung stel­len, um wei­tere nied­rig­schwel­lige Einstiege zu gewähr­leis­ten und allen Bürger*innen die Möglichkeit zu bie­ten, in den Genuss der Weimarer Kultur zu kom­men.

im Kapitel: Vielfalt fördern – Kulturstadt Weimar

Schlüsselprojekt Eine Halle für die Turner*innen

Längst über­fäl­lig ist die Bereitstellung einer eige­nen Sporthalle für den Weimarer Turnsport, in der die Geräte dau­er­haft auf­ge­baut blei­ben kön­nen. Wir wer­den die Suche der Stadt nach einem geeig­ne­ten Objekt bzw. einem geeig­ne­ten Standort für einen Neubau kon­struk­tiv beglei­ten. Zu prü­fen wird auch sein, ob sich Ko-Finanzierungsmodelle wie bei der Halle des Alpenvereins rea­li­sie­ren las­sen.

im Kapitel: Gemeinsam bewegen – Sportliches Weimar

Schlüsselprojekt Fehlende Bolzplätze in Weimar bauen

Freizeiträume für Kinder und Jugendliche erhö­hen die Attraktivität und Lebensqualität der Ortsteile. Nach den pro­vi­so­ri­schen Bolzplätzen im Merketal und in Schöndorf muss es auch an wei­te­ren Standorten in der Stadt zu Lösungen kom­men. Dazu gehört die geplante Realisierung des Multifunktionsplatzes hin­ter dem Boxverein in Weimar-West ebenso wie ein Multifunktionsplatz in Weimar-Nord. Je nach finan­zi­el­ler Förderung sol­len Provisorien mög­lichst ver­mie­den und dau­er­hafte Standorte sowie nach­hal­tige Platzgestaltungen ange­strebt wer­den.

im Kapitel: Gemeinsam bewegen – Sportliches Weimar

Schlüsselprojekt Hilfe zur Selbsthilfe – Beratungsnetzwerk ausbauen

Wir wol­len, dass Weimarer*innen in jeder Lebenssituation Anlaufstellen für Beratungen vor­fin­den. Daher set­zen wir uns dafür ein, dass das Netzwerk der Beratungszentren in unse­rer Stadt aus­ge­baut wird, vor allem für die Schwerpunkte Pflege, Schulsozialarbeit und Hilfe für Schwangere. Dabei sollte die indi­vi­du­elle, bio­gra­fie­ori­en­tierte und pass­ge­naue Beratung im Vordergrund ste­hen.

Um das zu errei­chen, ist es not­wen­dig, alle Akteur*innen zu ver­net­zen und an einen Tisch zu holen.

im Kapitel: Chancengleich und selbstbestimmt – Ein Weimar für alle

Schlüsselprojekt Gesellschaftliche Teilhabe ermöglichen

Gesellschaftliche Teilhabe hat viele Voraussetzungen. Eine wich­tige ist: Kommunale Angebote müs­sen auch für ein­kom­mens­schwa­che Familien und Personen erschwing­lich sein. Darum möch­ten wir den Weimarpass auf andere städ­ti­sche Angebote und Einrichtungen aus­wei­ten, z. B. auf das Schwanseebad und die Volkshochschule. Um selbst­be­stimmt mobil zu sein und die Angebote auch errei­chen zu kön­nen, muss auch das Sozialticket bei­be­hal­ten und in sei­ner Reichweite ver­grö­ßert wer­den.

im Kapitel: Chancengleich und selbstbestimmt – Ein Weimar für alle

Schlüsselprojekt Gesellschaftliche Integration stärken

Die Integration der Menschen mit Migrations- und Fluchthintergrund, die in unse­rer Mitte leben, ist eine kom­plexe und lang­fris­tige gesell­schaft­li­che Aufgabe. Zivilgesellschaftliche und pri­vate Träger*innen sind dabei uner­läss­lich. Wir unter­stüt­zen daher Projekte wie das Patenschaftsbüro Weimar und die inte­gra­tive Arbeit von AWO, Caritas sowie Diakonie und möch­ten auch künf­tig die Anerkennungskultur für sol­che Initiativen, egal ob pro­fes­sio­nell oder ehren­amt­lich, stär­ken. Besonders wich­tig ist dabei auch eine Vernetzung der Akteur*innen, um eine gute Übersicht und Zusammenwirken aller Angebote schaf­fen zu kön­nen.

im Kapitel: Chancengleich und selbstbestimmt – Ein Weimar für alle